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Wie Stress und Burnout vermeiden?
Lieber Gast,
psychische Belastungen, Stress und Burnout sind in vielen Berufen und Branchen meist dann ein Thema, wenn Leistungsträger ausfallen oder der Krankenstand außergewöhnlich hoch ist.
Doch was tun? Die gute Nachricht: Es stehen eine Reihe von Lösungen zur Verfügung, die sich bewährt haben. Mein Beitrag berichtet über einen Praxiskongress der AOK sowie ein aktuelles Projekt zum Pausen- und Erholungsmanagement der Uni Wuppertal.
1.) AOK-Kongress am 17. Mai 2011 in Düsseldorf
Fundierte Ansätze und interessante Beispiele aus der Gesundheitswirtschaft erlebte ich gestern auf einem Kongress der AOK Düsseldorf und des Instituts für Betriebliche Gesundheitsförderung.
Die dort vorgelegten und von anderen Krankenkassen bestätigten Zahlen alarmieren: Seit 2006 steigen die Diagnosen für psychische Krankheiten steil an – mit langer Arbeitsunfähigkeit von rund 26 Tagen. Deutlich wurde auch, dass es hierbei einen Geschlechts-, Alters- und Städteeffekt gibt. Beispielsweise weisen AOK-Mitglieder in Frankfurt, Bremen oder Berlin deutlich längere Arbeitsunfähigkeitstage auf als die Versicherten in Köln oder Essen. Woran das liegt, wird untersucht.
Heinz Kowalski vom BGF-Institut nannte drei Gründe, warum immer mehr Unternehmen Maßnahmen umsetzen, die die Gesundheit ihrer Mitarbeiter fördern: 1. Demografischer Wandel: Der Altersdurchschnitt der Mitarbeiter steigt. 2. Die Zahl psychischer Erkrankungen nimmt drastisch zu. 3. Fachkräftemangel: Qualifizierte Mitarbeiter gewinnen und halten.
Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg: Dieses Motto trifft das Fazit von Kowalski und beschreibt gleichzeitig die Maxime von Joachim Heinlein, den kaufmännischen Direktor des LVR-Klinikums Düsseldorf. Heinlein zeigte in seinem Vortrag, wie seine Klinik “mit langem Atem” auf einem erfolgreichen Weg ist, die Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu verbessern. Drei wesentliche Elemente sind dabei: Die Veränderung des Führungsverhaltens, das Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) und die hohe Motivation und Bereitschaft der Beschäftigten, sich aktiv zu beteiligen.
Abschließend zeigte der weltweit renommierte Stressforscher Prof. Dr. Johannes Siegrist, was die Wissenschaft beitragen kann. Insbesondere durch präzise Begriffe und theoretische Modelle, Messinstrumente und empirische Studien (Evidenz) sowie die Evaluation von Veränderungsmaßnahmen (z.B. Führungstrainings).
Hier und anderswo wird zudem klar, dass die individuelle psychische Belastbarkeit (Robustheit, Widerstandsfähigkeit, Resilienz) einer der zentralen Schlüssel zum Öffnen des “Gesundheitsschlosses” ist – zusammen mit den “Schlüsseln” Arbeitsorganisation und Führungskultur.
2.) Projekt: Belastbarkeit steigern durch optimierte Pausen und Erholung
Wie steigern Sie jedoch als Unternehmer die individuelle Belastbarkeit Ihrer Mitarbeiter? Nun, eine gute Möglichkeit ist es, die Erholungskompetenz und die Pausenzeiten Ihrer Beschäftigten (und Ihre eigene) zu optimieren.
Darauf zielt ein aktuelles Projekt der Universität Wuppertal, das das Landesinstitut für Arbeit und Gesundheit unterstützt: In der 1. Stufe beraten Mitarbeiter des Projekts teilnehmende Unternehmen mit dem Ziel, die Erholungskultur zu stärken. In der 2. Stufe wird auf Wunsch ein System zum Erholungsmanagement installiert (u.a. ein besonderer Ruheraum, der Silent-Room).
Einige wenige Plätze in dem finanziell geförderten Projekt sind noch frei: Gerne vermittle ich den Kontakt.
3.) Fazit
Mein Beitrag gibt Ihnen einen sehr kurzen Ausschnitt über das, was Sie tun können, um zu viel Stress und Burnout bei Ihren Mitarbeitern und sich selbst zu vermeiden.
Wenn Sie mehr wissen möchten, Burnout oder andere psychischen Merkmale messen wollen oder Beratung in einem konkreten Fall suchen, dann stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.
Weitere Informationen sowie Beispiel finden Sie auf der Webseite von Klemens Consulting – Oder rufen Sie mich einfach an. Bleiben Sie gesund!
Mit besten Grüßen
Stefan Klemens
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Stefan Klemens
Diplom-Psychologe
Klemens Consulting
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